Windpark am Taunuskamm

Windräder am Taunushang? Nicht mit uns!

Hier online unterschreiben!

Der Regionalverband FrankfurtRheinMain plant, im Wald oberhalb von Bad Homburg, am Taunushang, zwei Areale für Windenergienutzung auszuweisen, darunter eines in der Größe von 230 Fußballfeldern. Dort könnten somit zahlreiche Windräder gebaut werden. Die CDU in Bad Homburg und Friedrichsdorf lehnt diese Pläne ab, da sie einen massiven Eingriff in die Natur und eine erhebliche Beeinträchtigung des Landschaftsbildes bedeuten würden. Bitte unterstützen Sie unsere Position mit Ihrer Online-Unterschrift!

Windpark-Fläche

Im Entwurf von 2013 war zunächst nur die Fläche mit der Nummer 5701 vorgesehen. Sie ist die größte der insgesamt acht Windvorrangflächen, die der Regionalverband im Hochtaunuskreis vorsehen will. Mit Bekanntwerden des Vorhabens regte sich sofort Widerstand in Bad Homburg und in Friedrichsdorf. So starteten aufmerksame Bürger in Dornholzhausen eine Initiative, deren Anliegen sich schnell herumsprach. Mit einem Flyer forderte die Bürgergruppe dazu auf, Einwendungen gegen die geplante Windvorrangfläche am Taunushang zu erheben. Sie titelten: „Friedrichsdorf, Kirdorf und Dornholzhausen – bald umzingelt von einem Windpark?“

Auch die Kommunalpolitik nahm sich des Themas an. Denn auch wenn mittlerweile in Deutschland ein grundsätzlicher gesellschaftlicher Konsens hinsichtlich des Ausbaus der erneuerbaren Energien besteht, muss gleichwohl bei der Auswahl der konkreten Standorte für Windräder ein Konsens mit den Menschen vor Ort erzielt werden.

Die Bad Homburger und die Friedrichsdorfer CDU unterstützen den Ausbau erneuerbarer Energien, sind allerdings der Auffassung, dass bei der Auswahl der Standorte für Windräder eine sorgfältige Abwägung zu treffen ist. Dabei ist ganz wesentlich, dass Windräder in die Landschaft passen und diese nicht zerstören. Daher teilt die CDU das Anliegen vieler Bürger, keinen Windpark am Taunushang zuzulassen und hat dieses wichtige Thema im Ortsbeirat Dornholzhausen und in der Stadtparlamentssitzung aufgegriffen. Mit einem Dringlichkeitsantrag forderte die CDU den bis 2015 amtierenden Oberbürgermeister Korwisi auf, gegenüber dem Regionalverband eine ablehnende Stellungnahme zur geplanten Windvorrangfläche am Taunushang abzugeben. Diesem Antrag schlossen sich nahezu alle Fraktionen im Stadtparlament an. Darüber hinaus wurde einstimmig beschlossen, stattdessen eine Fläche an der Grenze zu Karben, die bereits als Windvorrangfläche vorgesehen war, mit Priorität weiterzuverfolgen.

Nachdem nun der Mindestabstand zum Limes auf 200 m reduziert wurde, ist im Juni 2016 bekannt geworden, dass der Regionalverband auch die Fläche 5401 als Windvorrangfläche ausweisen möchte. Auch hiergegen hat die CDU Bad Homburg ihren Widerstand angekündigt.

Gravierende Gegenargumente

Aus Sicht der beiden CDU-Verbände sprechen zu gravierende Argumente gegen die beiden Vorhaben am Taunushang. Ein Windpark auf der Fläche 5701, im Wald gegenüber der Saalburg, würde sich zweifellos nicht in das Landschaftsbild einfügen. Aufgrund des ansteigenden Geländes wäre der geplante Windpark am Taunushang aber schon von weitem deutlich sichtbar, so dass das für die gesamte Rhein-Main-Region sehr wertvolle Naherholungsgebiet rund um Saalburg, Hessenpark und Lochmühle stark beeinträchtigt wäre. Auch ein Windpark auf der Fläche 5401 an der Elisabethenschneise, nur 200 m vom Limes entfernt, würde das Landschaftsbild in der Umgegend des Großen Feldbergs erheblich verändern und könnte zudem den Welterbetitel des Limes gefährden.

Die Menschen in unseren beiden Städten, aber auch unsere Gäste schätzen die landschaftlichen Reize und die gute Taunusluft, die ganz wesentlich auf die Frischluftschneisen am Taunushang zurückzuführen ist. Dieses sensible Ökosystem würde empfindlich durch einen Windpark gestört, was ohne Zweifel negative Auswirkungen auf die gesamte Lebens- und Aufenthaltsqualität hätte. Spötter fragen schon, ob es nach Errichtung des Windparks nicht „Bad Homburg vor dem Windpark“ oder „Friedrichsdorf/Windpark“ heißen müsste.

Hinzu kommen gravierende Umweltaspekte. Zur Errichtung der Windparks müsste großflächig Wald abgeholzt werden. Zusätzlich wären tiefe Schneisen in den Wald für Zufahrten zur Erschließung der Windräder erforderlich. Beide Gelände sind ferner wichtige Trinkwasserreservoirs, denn es handelt sich um Gebiete mit sehr hoher Grundwasserneubildung. Die Verankerung von Windrädern mit tiefen Betonsockeln im Waldboden würde zu einer Teilversiegelung dieser wertvollen Fläche für die Trinkwassergewinnung führen. All dies kann nicht im Interesse der Bürger und der Städte Bad Homburg und Friedrichsdorf sein.

Die genauen Auswirkungen und das erhebliche Konfliktpotential für die Umwelt durch den Bau von Windrädern auf den Vorrangflächen 5701 sind in der Umweltprüfung des Regionalverbands FrankfurtRheinMain analysiert und im Detail nachzulesen. Dennoch hält der Regionalverband an dem Planvorhaben fest und hat dazu bereits ein öffentliches Beteiligungsverfahren durchgeführt. Den Kommunen, Behörden und sonstigen in ihren Belangen berührten öffentlichen Stellen wurde der Planentwurf zur Abgabe einer Stellungnahme zugesandt. Bürger konnten sich im Internet sowie auf einigen sehr wenig bekanntgemachten Veranstaltungen des Regionalverbands informieren. Für die nun zusätzlich vorgesehene Fläche 5401 gab es bisher noch keinerlei Beteiligung.

Unterschreiben Sie online!

Die Städte Bad Homburg und Friedrichsdorf haben sich negativ zur Windvorrangfläche 5701 geäußert. Allerdings bietet dies noch keine Sicherheit, den Standort tatsächlich auch zu verhindern. Wichtig ist zudem ein kraftvolles Signal aus der Bürgerschaft gegen einen Windpark am Taunushang, insbesondere auch gegen die neu hinzugekommene Fläche 5401. Daher haben wir diese Internetseite eingerichtet, auf der Sie Ihre persönliche Meinung äußern und darüber hinaus auch online gegen die beiden Windparkvorhaben unterschreiben können.

Machen Sie mit! Nur mit vereinten Kräften besteht die Chance, dass der Regionalverband ein Einsehen hat und die Vorrangflächen 5401 und 5701 aus dem regionalen Teilplan für Erneuerbare Energien als Standort für Windräder wieder herausnimmt.

Hier können Sie online unterschreiben!